Baldrian: Der leuchtende Wärmespender in deinem Garten

Baldrian (Valeriana officinalis) ist vielen vor allem als beruhigender Tee für die Nacht bekannt. Wer diese Pflanze im Garten beobachtet, weiß, dass sie weit mehr ist als nur eine Arzneipflanze. Im Gartenbau, besonders in der biologisch-dynamischen Praxis, gilt der Baldrian als ein wahrer „Licht- und Wärmespender“.

Ich hatte letztes Jahr auch eine Pflanze, allerdings unter dem Ginkgo. Sie musste leider einer Sitzecke weichen, doch was ich euch berichten kann, ist, dass sie trotz Schatten eine Leichtigkeit durch ihre Größe und die zarten Blühten verströmte.
Jetzt gibt es mehr Wissenswertes.

Ein stolzer Bewohner der Gartenränder

In der freien Natur findet man den Baldrian oft an Waldrändern, auf Feuchtwiesen oder an Ufern. Im Garten lässt er sich jedoch wunderbar kultivieren. Er besticht durch seine stolze, aufrechte Gestalt, die bis zu zwei Meter hoch in den Himmel ragen kann. Besonders auffällig ist sein hohler, luftgefüllter Stängel, der das „Vertikalprinzip“ der Pflanze betont und die Verbindung zwischen der Erde und dem Kosmos darstellt.

Zwischen Mai und September krönen weiß bis hellrosa schimmernde Blütendolden die Pflanze. Sie bestehen aus bis zu 2.000 winzigen Einzelblüten, die einen intensiven, fast betäubenden Duft verströmen, besonders stark wahrnehmbar ist er, wenn sie zu welken beginnen.

Baldrian als Schutzschild gegen Frost

Ein Geheimtipp für jeden Gärtner ist die Verwendung von Baldrianblüten-Extrakt als Frostschutz. Wenn im Mai die gefürchteten Spätfröste drohen, kann eine feine Verneblung aus verdünntem Baldrianextrakt (ca. 1 ml auf 1 Liter handwarmes Wasser) wie eine schützende Wärmehülle über Obstblüten und junges Gemüse wirken. Dies kann Pflanzen vor Schäden bis zu zwei oder drei Minusgraden bewahren.

Der „Ordner“ im Komposthaufen

In der Gartenpflege spielt Baldrian eine entscheidende Rolle bei der Düngung. Er hilft dem Kompost oder Mist dabei, sich gegenüber der sogenannten „Phosphorsubstanz“ richtig zu verhalten.

Was bedeutet das für uns Laien?

  • Phosphor ist in der Natur eng mit Licht und Formbildung verbunden.
  • Im Komposthaufen herrscht oft ein gewisses „Zersetzungschaos“.
  • Der Baldrian wirkt hier als ordnendes Element. Er hilft dabei, dass der frei werdende Phosphor wieder sinnvoll in den Lebenskreislauf eingebunden wird, anstatt ungenutzt zu bleiben.

Ein paar Tropfen des Baldrianblüten-Saftes in warmem Wasser verrührt genügen bereits, um einen ganzen Komposthaufen energetisch zu unterstützen.

Auch ich habe es bereits über meinen Kompost ausgebracht, allerdings kann ich euch noch kein Ergebnis mitteilen, denn er ist noch nicht gebraucht. Ich halte euch, wenn ihr mögt auf dem laufenden.

Warum ist Baldrian so besonders?

Die Wissenschaft hinter dem Baldrian (aus geisteswissenschaftlicher Sicht) besagt, dass er eine starke Beziehung zum Wärmeäther hat. Während andere Pflanzen ihre Wirkstoffe oft im Inneren bewahren, ist der Baldrian „umweltoffen“: Er verströmt seine Kraft und seine ätherischen Öle förmlich in die Umgebung.

Er bringt das „makrokosmische Ich“ in die Erde. Das klingt kompliziert, bedeutet aber schlichtweg, dass der Baldrian hilft, die universellen Kräfte von Licht und Wärme so in den Boden zu leiten, dass unsere Pflanzen kräftig, gesund und formschön wachsen können.

Fazit für unseren Garten:

Bei mir findet er wieder Einzug in den Vorgarten, die Planung läuft auf Hochtouren und ich erhoffe mir dadurch einen Schutz der Insekten wegen der starken Winde dort.

Ob als majestätische Zierpflanze am Teichrand, als Retter in frostigen Frühlingsnächten oder als wertvoller Zusatz für unseren Kompost, der Baldrian ist ein unverzichtbarer Begleiter für jeden, der seinen Garten im Einklang mit den natürlichen Wärme- und Lichtprozessen pflegen möchte.

Herzlichst,
Eure Katrin

Quelle:
Buch, Manfred Klett, Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst, Wesenszüge des biologisch-dynamischen Landbaus, Eine Landwirtschaft der Zukunft

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