August bedeutet bei uns meistens: Gewürzgurken einkochen, Tomaten portionsweise einfrieren und mit meiner Mama Pflaumen pflücken. Aus den Äpfeln wird Apfelmus. Dieses Jahr wächst außerdem so viel Basilikum wie noch nie. Einen Teil trocknen wir, den anderen frieren wir ein. Im Winter werden wir sehen, was uns besser schmeckt.
Der Garten sieht im August ehrlich gesagt selten geschniegelt aus. Ich arbeite zwischendurch viel und die Pflanzen wachsen einfach schneller als ich. Natürlich hätte ich ihn gern ordentlicher, aber wichtiger ist mir, dass wir ernten können. Abends sitze ich dann gern noch vor dem Haus und schaue mir den Sonnenuntergang an. Dann ist mir das Gartenchaos meistens ziemlich egal.
Aussaat im August
Blattpflanzen
Postelein, Spinat, Kopfsalat, Eissalat, Eichblattsalat, Lollosalat, Rauke und Batavia, Asiasalate, Mangold, Radicchio, Endiviensalat, Winterkresse
Kohlrabi und Chinakohl
Wurzelpflanzen
Radieschen und Eiszapfen
Sind die Beete noch belegt, ziehe ich manche Pflanzen einfach in Aussaatplatten vor. So haben sie schon einen kleinen Vorsprung, bis später Platz im Beet frei wird. Das ist auch Sinnvoll wegen der Keimtemperatur der Salate. Das hat mir schon mehr als einmal geholfen.
Jetzt ist außerdem eine gute Zeit, Erdbeeren neu zu pflanzen. Wenn sie früh genug in die Erde kommen, können sie bis zum Herbst noch viele Wurzeln bilden. Auch Heidelbeeren lassen sich jetzt gut pflanzen.
Vorgezogener Fenchel, Brokkoli, Blumenkohl, Chinakohl und Kohlrabi dürfen jetzt ebenfalls ins Beet umziehen.
Biologisch-dynamische Gartenpraxis
Weitere Arbeiten
Nach der Brombeerernte schneide ich die alten Ruten heraus. So haben die neuen Triebe genügend Platz für das nächste Jahr. Ich hoffe meine Brombeere fühlt sich wohl bei uns, denn sie ist dieses Jahr erst eingezogen.
Auch Hecken können jetzt noch einmal geschnitten werden. Lavendel bekommt seinen Rückschnitt und Rosen ihre letzte Düngung vor dem Winter.
Stauden, die bereits verblüht sind, lassen sich jetzt gut teilen. Walnussbäume können ebenfalls jetzt geschnitten werden, weil die Schnittstellen im August weniger stark bluten.
Der Rasen wächst oft noch kräftig. Das Schnittgut landet bei uns entweder im Hühnerstall oder auf dem Kompost. Frischer Grasschnitt enthält viel Stickstoff und sollte deshalb nicht in dicken Schichten auf den Kompost geworfen werden, weil er schnell zusammenklebt. Wie ich meinen Grasschnitt kompostiere, erkläre ich ausführlicher am Anfang der Newsletter- Kompost- Serie.
Und natürlich bleibt das Gießen wichtig. Ich gieße möglichst abends ohne Mulch, damit möglichst wenig Wasser verdunstet und ich den Schnecken kein Versteck biete.
Und bei mir im Garten
Im August dreht sich bei uns vieles ums Verarbeiten.
Die Tomaten landen portionsweise im Gefrierschrank. Im Winter freue ich mich jedes Mal darüber, wenn daraus schnell eine Tomatensoße wird. Gurken werden zu Gewürzgurken verarbeitet und aus den Äpfeln kochen wir Apfelmus.
Dieses Jahr wächst außerdem unglaublich viel Basilikum. Einen Teil trocknen wir, einen Teil frieren wir ein. Im Winter wird sich zeigen, welche Variante uns besser schmeckt.
Eigentlich hätte ich auch gern öfter einen Blumenstrauß in der Vase stehen. Das scheitert allerdings an unseren zwei junge Stubentigern. Vor ihnen ist keine Blume sicher. Also freue ich mich notgedrungen eben draußen an den Blüten.
Herzlichst,
Eure Katrin
Quelle:
Maria Thun, Erfahrungen für den Garten
Gartengemüsekiosk, Der Aussaatkalender
C. Wistinghausen, Scheibe, Heilmann, E. Wistinghausen, König, Anleitung zu Anwendung der Biologisch-Dynamischen Feldspritz- und Düngerpräperate
www.plantura.garden







