Gartenarbeit im Juli

Der Juli ist ein vielseitiger Monat. Es gibt einiges, was wir noch aussäen können, und gleichzeitig wartet eine ganze Reihe an Arbeiten im Garten auf uns. Im Sommer fahren wir wieder lange in den Urlaub, meine Mama und die Nachbarn bekommen dann den Chefposten über das Hoheitsgebiet. Vor 2 Jahren ist auf unserer Terrasse fast alles kaputt gegangen, weil ich nicht bedacht hatte wie schnell die Pflanzen und die Erde Feuchtigkeit verlieren, wenn die Töpfe zu klein sind. Ich habe draus gelernt und habe jetzt 20 Liter Gefäße genutzt. Ich hoffe dieses Jahr ist es besser. Nun aber zur kommenden Aussaat.

Aussaat im Juli

Blattpflanzen
Kopfsalat, Eissalat, Eichblattsalat, Lollosalat, Rauke und Batavia, Fenchel, Asiasalate, Mangold, Radicchio, Endiviensalat, Lauchzwiebeln
Spitzkohl, Kohlrabi, Brokkoli, später Blumenkohl und Chinakohl
Petersilie, Thymian, Basilikum und Dill

Wurzelpflanzen
Möhren, Rote Bete und Steckrüben

Fruchtpflanzen
Zuckererbsen und Markerbsen, Buschbohnen, Dicke Bohnen

Biologisch-dynamische Gartenpraxis

  • Hornmist und Hornkiesel je nach Entwicklungsstand und nach günstiger Aussaattag der Kulturen ausbringen
  • Bei Pilzdruck mit Ackerschachtelhalm-Tee gegensteuern

Weitere Arbeiten

  • Rosen ein letztes Mal mit organischem Dünger versorgen, damit die Zweige bis zum Winter ausreifen können, dazu ausreichend wässern und den Boden um die Rosen lockern und von Unkraut befreien
  • Teich im Blick behalten, bei starker Algenbildung helfen Teichpflanzen wie die Seerose oder das Abfischen mit einem Kescher, ab Anfang Juli können auch neue Seerosen eingesetzt werden
  • Rasenschnitt für den Kompost mit kleinen Ästen und Zweigen mischen, damit genug Luft dazwischen bleibt und nichts fault
  • Blumenkohl vor Sonnenbrand schützen, indem die äußeren Blätter über die Knospe geknickt werden

Und bei mir im Garten

Jetzt aber zu mir, denn bei mir tut sich gerade richtig viel. Die Zuckererbsen sind mittlerweile so hoch gewachsen, dass ich ihnen Stöcker zum Hochranken gegeben habe. Die Tomaten musste ich Anfang Juli hochbinden, und im Moment behalte ich sie (so gut es geht) besonders im Blick, weil sie gerade so kräftig wachsen.

Die Gurken habe ich dieses Jahr ins Hochbeet gesetzt, in der Hoffnung, dass sie von dort nach unten ranken. Bei den Bohnen probiere ich zwei Varianten aus, die Buschbohnen wachsen direkt auf dem Boden, während die Stangenbohnen an der Westwand des Hauses an Rankgerüsten und am Zaun zum Nachbarn hochklettern. Mal sehen, welche Methode sich am Ende besser bewährt.

Eine kleine Überraschung gab es im Kürbisbeet, dort habe ich die Stockrosen vom letzten Jahr wiedergefunden. Sie haben sich richtig ausgebreitet, und ich habe bisher noch nichts unternommen. Ich hoffe es wird nicht zu eng im Beet, haltet die Daumen gedrückt, ich befürchte schlimmes.

Außerdem schießen bei mir gerade alle Salate. Sven sagte, dass sie schon bitter geworden sind, also bekommen die Hühner ihren Anteil, und ich säe direkt neue Salate nach. Basilikum und Petersilie stehen dagegen prächtig da, wenigstens etwas. Und die ersten grünen Tomaten haben sich auch schon gezeigt.

Herzlichst,
Eure Katrin

Quelle:
Maria Thun, Erfahrungen für den Garten
Gartengemüsekiosk, Der Aussaatkalender
C. Wistinghausen, Scheibe, Heilmann, E. Wistinghausen, König, Anleitung zu Anwendung der Biologisch-Dynamischen Feldspritz- und Düngerpräperate

www.plantura.garden

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