Der Winter hat für Gärtner:innen einen eigenen Charakter. Die Beete liegen ruhig da und doch arbeitet im Hintergrund schon der nächste Frühling. Gerade in unseren mitteleuropäischen Breiten, egal ob im Schaumburger Land, in Niedersachsen oder anderswo, gehört die Gartenplanung fest zu dieser Jahreszeit. Und damit auch die Frage nach einer sinnvollen Fruchtfolge.
Wie ich zur Fruchtfolge nach Maria Thun gekommen bin
In den letzten Jahren habe ich verschiedene Systeme verglichen: klassische Vierfelderwirtschaft, Zehrergruppen, Familienrotation. Am Ende bin ich bei der Fruchtfolge nach Maria Thun hängen geblieben.
Wer mich kennt, weiß, dass ich mit Begriffen wie Erdkräfte wenig anfangen kann. Aber Magnetfelder, Anziehungskräfte des Mondes und die feinen Wirkungen der Gestirne, so unscheinbar sie auch sein mögen, kann ich durchaus nachvollziehen. Und sie begleiten uns, ob wir daran glauben oder nicht.
Maria Thun hat über Jahrzehnte geforscht und dokumentiert. Viele ihrer Beobachtungen sind praktisch und handfest. Sie schreibt, dass nach Einführung dieser Fruchtfolge in ihren Versuchen keine zusätzlichen Pflanzenschutzmittel mehr nötig waren. Nicht, weil Magie im Spiel wäre, sondern weil ein Boden, der in Ruhe regeneriert, weniger Stress zeigt.
Die Fruchtfolge nach Maria Thun im Überblick
Für alle, die sich orientieren möchten, hier die Abfolge, wie sie Maria Thun empfiehlt:
Bevor der Kreislauf von vorn beginnt, rät sie, das Erdbeerbeet im Herbst abzumähen und Roggen oder Lupine einzusäen. Diese Zwischenfrucht stärkt den Boden, löst Nährstoffe und bereitet das Beet für den Neubeginn vor.
Und wenn der Garten klein ist? Meine Lösung auf 30 Quadratmetern
Die Theorie klingt großzügig, aber viele von uns gärtnern auf kleineren Flächen. Mein Garten umfasst etwa 30 Quadratmeter und hier musste ich eine Form finden, die praktikabel bleibt.
Meine Erdbeeren stehen deshalb nur zwei Jahre an einem Ort und wandern dann weiter. Damit schaffe ich Raum und halte dennoch eine fünfjährige Anbaupause für die Kreuzblütler ein. Für meinen kleinen Garten ist das die Lösung, die am besten funktioniert.
So bleibt die Grundidee erhalten:
Der Boden bekommt Zeit, und jede Pflanze findet ihren passenden Platz im Rhythmus der Jahre.
Warum sich diese Planung lohnt
Gerade hier im Norden, mit unseren oft feuchten Frühjahren und trockenen Sommerphasen, profitiert der Boden stark von wechselnden Kulturen. Krankheiten treten seltener auf, Schädlinge können sich nicht festsetzen, und der Garten entwickelt im Laufe der Zeit eine natürliche Stabilität.
Die Fruchtfolge ist kein starres Gerüst, sondern ein Wegweiser. Kleine Gärten brauchen Anpassung, große Gärten bieten Spielraum. Entscheidend ist, dass wir den Boden nicht überfordern und ihn als lebendigen Partner betrachten.
Herzlichst,
Eure Katrin







