Draußen liegt Ruhe.
Die Beete sind leer, der Wind zieht über braune Halme, und unter der Erde ruht das Leben scheinbar. Doch wer biodynamisch gärtnert, weiß, dass auch im Winter Bewegung ist. Mikroorganismen wandeln Erntereste um, Wurzelgeflechte halten den Boden lebendig, und selbst im Dunkel arbeitet die Erde weiter, langsam, stetig und tief.
Der Dezember ist die Zeit, in der man den Rhythmus der Natur am stärksten spürt: Rückzug, Stille, Verdauung. Ich gönne mir diesen Monat als Gegenpol zum Wachsen, als eine Art Bodenruhe im eigenen Leben. Und doch, ein kleines bisschen Säen gehört für mich dazu. Auf der Fensterbank, zwischen Glas und Licht, wächst das Grün in Miniaturform weiter. Weizengras, Kresse, Postelein oder Asiasalat, kleine Blätter mit großer Lebenskraft.
Sie erinnern mich daran, dass Wachstum nicht immer laut ist.
Blattpflanzen
Wurzelgemüse
Fruchtpflanzen
Biodynamische Bodenpflege im Winter
Auch wenn nichts wächst, kann man den Boden beleben.
Das Fladenpräparat nach Maria Thun ist jetzt besonders hilfreich, immer dann, wenn Mist, Kompost oder Gründüngung eingearbeitet werden, oder wenn die Winterfurche offenliegt.
Es fördert die Aktivität der Mikroorganismen, gleicht Spannungen im Boden aus und stärkt den inneren Zusammenhang zwischen Erde und Pflanze.
Ich bringe es gern aus, bevor der Frost die Erde ganz schließt.
Checkliste für den Dezembergarten
Und vielleicht liegt darin die eigentliche Arbeit des Winters: das Vertrauen, dass Leben nie verschwindet, sondern nur seine Form wechselt.
Herzlichst,
Eure Katrin







